Laudatien
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Auszüge aus Laudatien

„Das ist das wirklich Erstaunliche am Oeuvre Klaus Uhlig's bei diesen, wie er sie nennt, Menschen der XXL-Generation oder Urenkeln des 21. Jahrhunderts: Sie sind voller Energie und Lebenslust, voll sprühender Vitalität. Ihre Bewegungen sind weich und fließend. Da, wo Farbe eingesetzt wird, ist sie mild, sanft, freundlich. Nein, Klaus Uhlig hat keine Angst vor der Zukunft, keine Untergangsphantasien. Auch die Urenkel des 21. Jahrhunderts stammen nicht aus der Retorte. Das Lebensgefühl bleibt auch bei manierristischem Formenrepertoire barock.... Damit wir uns recht verstehen: Hier malt sich kein weltfremder Mensch seine schöne heile Welt zurecht. Hier werden Augen vor der Realität nicht verschlossen. Klaus Uhlig weiß, wie es um die Welt bestellt ist. Blätter wie <Austreibung des bösen Geistes (Rotschlachtung)> oder <Wir> sprechen eine deutliche Sprache.“
Carla Julier, Kunsthistorikerin Berlin
Flora-Torhaus, Köln, 31.7.1999



„Der aus Dresden stammende Penck wählte als Pseudonym den Namen des Geologen und Eiszeitforschers Albrecht Penck, weil er die Geologie als abgelagerte, geschichtete Information definierte und die beschwörenden Zeichen der Höhlenmaler seinem eigenen chiffreartigen Stil verwandt erschienen.... Die Gemälde und Graphiken Klaus Uhligs führen in eine eher kleinteilige Welt, die aus aktuellem Geschehen sowie sozialen und natürlichen Strukturen besteht, verwoben mit mythologischen und phantastischen Elementen. Abgelagertes und Geschichtetes tritt Ihnen in seinen Gemälden in vielfäftiger, auch verantwortlicher Art und Weise entgegen. So z.B. in der Radierung Aloberg... Neben dem zeitgenössischen und durchaus kritischen Bezug werden an dieser Radierung einige immer wiederkehrende Merkmale der Arbeiten des Künstlers deutlich: Das besondere Interesse an Strukturen und an der künstlerischen Formulierung der menschlichen Figur.“
Dr. Romana Rebbelmund, Kunsthistorikerin
Stadtbibliothek Rodenkirchen, Köln, 6.3.2001



„Die Magie des Spontanen und Prozeßhaften in der Kunstproduktion findet seit der Wegbereitung Kandinskys 1910 immer wieder ihre Vertreter bis zur informellen gestischen Malerei des europäischen Tachismus und des amerikanischen abstrakten Expressionismus und auch dem Actionpainting z.B. von Jackson Pollock. Die freie expressive Abstraktion Klaus Uhligs, gewissermaßen aus der Ideenwelt des Künstlers herausgeschleudert, formuliert Elementares der Welt. Ob in Werken wie dem Triptychon <Gelbblaues Graphem> mit dem großen mäanderartigen Fluß oder ob in dem Bild <Eurorkan> mit rotglühender Glut, elementarem Magma, oder in anderen Arbeiten sehen wir versinnbildlichte Grundelemente wie Feuer, Wasser, Luft und Erde. Uhligs Abstraktionsprozeß nimmt dabei oft nur noch assoziativ Bezug auf gegenständliche oder figürliche Anregungen.“
Franz Bodo Gerono, Direktor Kunstkabinett Hespert
Heuss-Akademie, Gummersbach 8.9.2001



„Richtig phantastisch wird es in jenen Arbeiten Uhligs, die er mit 'Structurel' bezeichnet.  Die Bezeichnung leitet sich ab von Informel, eine Kunstrichtung, die eine Richtung der abstrakten Kunst beschreibt. Die Künstler lehnten eine überlegte Komposition ab. Mit spontan und unbewußt gesetzten Farbflecken oder Linien wurde die Bedeutsamkeit des Formlosen hervorgehoben. Uhligs Bilder sind aber nicht formlos und erst recht nicht zufällig entstanden. Die zugrunde gelegte Struktur bzw. die gegenständliche Zeichnung verbindet er mit einer intensiven und expressiven farblichen Bearbeitung. Uhlig zwingt dem Bild also eine neue Aussage ab, deren Endergebnis beim Beginn der Arbeiten keineswegs feststeht. Reine Zufallsprodukte, wie die Werke des Informel oder Tachismus sind seine Werke deshalb nicht. Dadurch, daß den Gemälden immer eine gegenständliche Thematik zugrundeliegt, wird Reales mit dem Irrealen auf manchmal kaum zu unterscheidende Weise verwischt, wobei die Farbe und die dynamische Pinselführung zweifellos immer im Vordergrund stehen. Eine solche Malweise hat der Franzose Eugene Leroy 1992 erstmals auf der documenta IX präsentiert, ohne sie jedoch weiter zu benennen. Doch sind den Bildern von Leroy die zugrundegelegten Themen kaum noch zu entnehmen. Dagegen können wir sie bei Uhlig noch erkennen. “
Dr. Gudrun Pamme-Vogelsang, Galeristin
Maternusheim, Köln, 27.9.2002



„Künstler sind und waren immer auf der Suche nach ihrer Wirklichkeit, ihrer Beschreibung von Realität. Cézanne, der Vater aller Maler und Malerinnen, hat einmal gesagt: ‘Ich möchte den Raum und die Zeit malen, damit sie die Formen der Farbempfindung werden, denn ich stelle mir manchmal die Farben vor als leibhaftige Ideen, Wesen der reinen Vernunft, mit denen wir in Beziehung treten können'. Wenn sich dann diese Wesen der reinen Vernunft, die Farben, in Farbgestalten verwandeln, ist der Zusammenklang aus Structurel und Figural hergestellt und bietet dem Betrachter Seherlebnisse der besonderen 'Art'. Die Sinne stimmen sich ein auf Erlebtes. Man sinkt in die Welt der Schatten und Gestalten, des momentanen Glücks, irritierend, rätselhaft. Genauso rätselhaft sind die Arborels, um Uhligs Sprachkanon zu vollenden: Einblattbäume als Zeichen des Lebens, Überlebens, ewigen Lebens, der Neubelebung und Wiedergeburt.“
Marianne Hoffmann, Deutsche Welle
Europäisches Parlament, Brüssel, 30.9.2002



„Ich habe darüber nachgedacht, warum Klaus Uhlig den Begriff des 'Abstrakten', der 'abstrakten Kunst', den Stilbegriff des 20. Jhdt., meidet, obwohl er doch, für mich erkennbar, mit der Formsprache des Abstrakten umgeht. Es sind Andeutungen an die von Kandinsky begründete informelle Richtung zu erkennen, die sich in rhythmischen Farbkompositionen artikuliert. Und von Klee bis Miro initiiert, findet sich bei Uhlig eine weiter entwickelte eigene Bildsprache ikonischer, symbolischer, magischer und dekorativer Zeichen, wobei als spezifisches Element der Dialog zwischen dem Material und dem Raum zusätzlich in Erscheinung tritt. Vielleicht liegt die Ursache darin begründet, daß Uhlig den Schritt zu einer emotional abstrakten Malerei, die sich nach dem 2. Weltkrieg vor allem in Nordamerika explosionsartig entfaltete, nicht mitging, seine Malerei 'strukturell' - realistisch - blieb. “
Dr. Dieter Eckardt, eh. Leiter Klassik Weimar und Direktor Schloßmuseum Schmalkalden
Museum-Galerie im Bürgerhaus Borna, 1.3.2003



„Als ich mir Klaus Uhligs Kunst angesehen habe, erschien mir das Bild <Am Großen Tor> symptomatisch für sein Werk. Man befindet sich mit vielen anderen Menschen vor diesem Tor, ohne zu wissen, was einen dahinter erwartet. Doch wenn man intensiv genug schaut, dann öffnet es sich und man tritt ein in die Bildwelten des Künstlers. Andererseits aber versperrt das Tor auch den Zugang für diejenigen, die sich nicht auf diese Kunst einlassen wollen. Damit erinnert es mich an Franz Kafkas Parabel 'Vor dem Gesetz', in der es darum geht, daß ein Mensch sein ganzes Leben lang immer wieder um Einlaß in das Gesetz bittet. So enigmatisch die Erzählung, so mehrdeutig erscheinen auch Klaus Uhligs Bilder.“
Dr. Jessica Ullrich, Käthe Kollwitz Museum Berlin
Reichspräsidentenpalais, Berlin, 12.3.2003



„Es ist nicht so ganz einfach, Klaus Uhligs künstlerische Herkunft zu erläutern und die Einflußlinien nachzuvollziehen, die ihn bestimmen. Er selbst vermag dazu wie fast alle Künstlerinnen und Künstler, nichts zu sagen. Natürlich sind bestimmte Bilder des 20. Jahrhunderts in uns allen und so auch in allen, die sich mit Kunst beschäftigen und in allen Künstlerinnen und Künstlern präsent. Hier würde mir etwa Henri Matisse einfallen und auch A. R. Penk für die Figurenbilder. Und selbstverständlich Wols für das in Anlehnung an dessen Informell von Uhlig geformte Structurel... Ich will gerne zugeben, daß mir zur Frage der Einflüsse und Herkunft der Kunst Uhligs nicht so wirklich etwas einfällt. Und ich glaube, genau dies ist eigentlich das Beste, was einem Künstler passieren kann, wenn seine Kunst als autonom und selbständig gesehen werden kann.“
Prof. Dr. Hiltrud Kier, eh.Generaldirektorin der Kölner Museen
Palm Art Galerie, Köln, 28.11.2003



„Klaus Uhlig ist Zeitgenosse mit Leib und Seele. Sein Interesse gilt allen Facetten des Menschlichen, den Lüsten und Leidenschaften, den melancholischen, manchmal aber auch den dunklen, abgründigen Seiten des Lebens. Der Mensch in der Großstadt spielt dabei eine besondere Rolle. Seine speziellen Vergnügen einerseits ( z.B. <KölnMarathon>, <Love Parade>), die Gefahren, die von der Großstadt ausgehen, andererseits (z.B. <Nine Eleven> und Massenveranstaltungen) scheinen einen besonderen Reiz auf Klaus Uhlig auszuüben. Die sich überlagernden Konturen von Menschen, das Menschengewusel, die drangvolle Enge, die rhythmische Bewegung, das sexuelle Ekstatische, Menschenumzüge, Menschen beim Ballspiel, Menschen beim Tanz. Der Mensch steht im Mittelpunkt – als Individuum und als Teil einer Gemeinschaft. Das negative Gegenbild hierzu ist das, was die Nationalsozialisten in ihrer Propaganda gemacht haben und in der Kunstgeschichte unter dem Schlagwort 'Masse als Ornament' läuft. Die Masse bei Uhlig hat nichts Uniformes sondern etwas Vielgestaltiges an sich. Man vertieft sich in die Einzelheiten, erkennt Männer und Frauen, Paare und Gruppen, die miteinander beschäftigt sind. Jede einzelne Figur ist vollständig durchgezeichnet. Es gibt – bei aller Fülle – keine Torsi. Jeder Einzelne scheint sich zu präsentieren auf dem Jahrmarkt der Begehrlichkeiten. Jeder scheint sich seiner Endlichkeit, der kurzen Blüte seines Daseins bewußt. “
Dr. Christine Nielsen, Kunsthistorikerin Köln
Zeche Carl, Frechen, 17.10.2004



„Klaus Uhligs Structurel hat eine semantische Verbindung zum Informel, jedoch handelt es sich nicht um ein Neo-Informel, sondern um eine neuentwickelte Abstraktes und Reales zusammenführende, kaleidoskope Bildwelt und um eine Schichtweises mit additativem Malen verbindene Maltechnik. “
N. Muschitiello, Dichter
Istituto Di Cultura Germanica, Bologna, 8.10.2005



„Mit seinen Stilleben knüpft Klaus Uhlig an seine Anfänge im Rahmen der Bauhaustradition an. Der sachlich-konstruktive Charakter von Uhligs Stilleben bewirkt eine Synthese zwischen architektonischen Elementen und der bildenden Kunst. Die einzelnen dargestellten Objekte sind in ihrer Plastizität klar erfaßt und den Gesetzen der Linearperspektive folgend präzise im Raum angeordnet. Sie sind von einem strengen schwarzen Liniensystem umgrenzt. Die Gegenstandsfarben sind ohne Schattierungen. Zu sehen sind absolut erkennbare Dinge und doch erscheinen sie uns irgendwie auch fremd. Es ist, als ob ihnen die haptische Empfindungen auslösende sinnliche Stofflichkeit entzogen sei. Ähnliche Tendenzen gab es in der Malerei der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts (Alexander Kanold, Karl Schwesig, Giorgio Morandi, Giorgio de Chirico). Die Verfremdung läßt die Magie der Dinge  und das Verhältnis der Menschen zur der von ihnen geschaffenen Dingwelt erkennen. Uhlig fügt dieser malerischen Sichtweise durch die Einfügung der menschlichen Figur in Stilleben einen neuen Aspekt hinzu.“
Dr. Anneliese Hübscher, eh. Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig
PCWare, Leipzig, 15.11.2006



„Und damit sind wir schon ganz dicht an Klaus R. Uhligs szenischen Bildern und deren Geschichten, die bei uns wiederum Gedanklichkeiten freisetzen. Die Themen, die Uhlig ab- und aufarbeitet, sind einerseits historisch aufgeladen, andererseits von aktueller Brisanz. Und so hat die kleine Radierung mit dem Titel <Arbeitslosenberg> aus dem Jahre 2000 immer noch oder schon wieder seine Wahrheit und das große, in Öltempera gemalte Barbarossabild seine historischen Traditionen. Uhligs kulturgeschichtliche und auch biblische Anspielungen sind eine Konstante in seinem Werk.... Uhlig transportiert seine Nachdenklichkeiten auch über das alltägliche hinaus, tiefgründent und mit der Intelligenz der Farbe. Mal ist diese klar umrissen, mal hat sie völlig freien Lauf. Immer wieder ist es aber Uhligs präziser, ja fast penibler Strich, mit dem er die Zeichnung vorgibt und damit vor allem seinen Figuren absolute Anwesenheit verleiht.
Dr. Michael Euler-Schmidt, Stellv. Direktor Kölnisches Stadtmuseum
Oberlandesgericht, Köln, 9.10.2008



„Bisweilen setzt Klaus Uhlig auch die Decalcomanie ein, die Max Ernst in die Malerei eingeführt hat, ein Abklatschverfahren in flüssiger Farbe. Generell erfolgt bei Uhlig der Farbauftrag jedoch mit dem Pinsel, wird die Farbe auch durch sanftes Tupfen oder kräftiges Stupsen auf den Bildgrund verteilt. Manchmal setzt er auch die Spritztechnik ein.
Und es erfogen immer wieder Übermalungen bis diese handwerkliche Verzahnung verschiedener technischer Handhabungen zu einer Bildaussage führt, bei der sich gleichfalls die gegenständlichen und abstrakten Momente miteinander verbinden.“
Jürgen Raap, Kunstgeschichtler und Maler
Stadtbibliothek Rodenkirchen, Köln, 16.11.2009



„Für seine malerischen Formulierungen hat Klaus Uhlig in seinem Werk eine Methode entwickelt, für die er den Begriff 'Structurel' geprägt hat. Der Künstler geht von der Erkenntnis aus, daß die Welt aus kleinsten Teilchen, Strukturen besteht, die in ihren jeweiligen Zusammenhangsystemen miteinander verbunden sind und ein einheitliches zusammengesetztes Gesamtbild ergeben. Dieses Wissen übersetzt er in seine Malerei. Ohne Präferenz für das Figürlich-gegenständliche oder das Abstrakte, häufig unter der Verwendung von Öltemperafarben ist so ein Gesamtwerk entstanden, das sich durch einen besonderen ästhetischen Oberflächenreiz auszeichet. Sein malerisches Grundprinzip verbindet Klaus Uhlig mit einer Coloristik, wie sie am Bauhaus z.B. von Paul Klee gepflegt wurde. Kraftvolle Farben, glühend und lebensbejahend, in mitunter ungewöhnlichen Zusammenklängen sind typisch für seine Bilder. “
Dr. Uta Friederike Miksche, Kunsthistorikerin, ArtDialog
Stadtbibliothek in der Burg Endenich, Bonn, 24.6.2011



„Uhligs Bilder entfachen ganz unbeschwert ihre eigene Wrirkung. Man mag zwar auf die Namen bedeutender Künstler und Architekten verweisen, bei denen oder von denen Klaus Uhlig gelernt hat, so beispielsweise der Maler Otto Herbig, der Bildhauer Erich Fritz Reuter, die Architekten Hans Scharoun und LeCorbusier. Aber wenn es konkret um Uhligs Kunst geht, stecken diese wie viele andere Namen lediglich einen Bildungshorizont ab, bedingen jedoch keine künstlerische Einordnung. Von großer Bedeutung für Uhligs Schaffen seit den 1990er Jahren war allerdings die hervorragende künstlerisch-handwerkliche Ausbildung an der Weimarer Hochschule für Architektur und Bauwesen, der heutigen Bauhausuniversität, sowie in Berlin und an Harvard. Damit war die Grundlage gelegt zu einem in technischer Hinsicht ausgesprochen vielseitigen künstlerischen Schaffen. So kann man unter den druckgraphischen Techniken, die Uhlig meisterlich beherrscht, neben der Lithographie und Radierung ganz besonders den Holzschnitt hervorheben. Im Holzschnitt erzielt er höchstexpressive Wirkung...“
Dr. Michael Lingohr, PD Universität Leipzig
Peterskirche, Leipzig, 27.4.2012



„"Dieses große Bild <Överdalunbirch> zeigt jene Farbigkeit, die man im Werk von Klaus Uhlig erblickt und die sich in den letzten Jahren immer stärker und deutlicher herauskristallisiert hat... Klaus Uhlig läßt sich schwer in eine Kategorie einordnen und deswegen kann man ihn auch schlecht einer Bewegung zuordnen. Natürlich steckt durch seine Lehrer in Klaus Uhligs Arbeiten ein Schritt weit Expressionismus. Expressionismus, wie er der 'Brücke' verhaftet ist... Dann steckt in Klaus Uhligs Arbeiten auch ein Realismus. Der zeigt – was ich eingangs vorbrachte – dieses Ganzheitliche, also das Nichtfragmentarische, das 'dem-Realen-Zollen' und Menschen und Gestalten, Architekturen und Naturelemente so zu zeigen, wie sie sind. Uhlig geht es darum, sie nicht 'nur einfach' zu zergliedern oder zu zerbrechen, sondern ihnen gemäß die Konstruktion so aufzubauen, daß jedes Teil seine Eigenständigkeit und Ganzheit behält. Dann gibt es natürlich konstruktive Elemente in seiner Arbeit. Das kommt aus der Zeit seiner Ausbildung in Weimar und seiner späteren Auseinandersetzung mit Architektur und Stadtplanung. Und was als weiteres hinzukommt, ihn gewissermaßen als Kind seiner Zeit in den 50er-60er Jahren beeinflußte, als er beschloß, beides zu machen, Kunst und Stadtplanung, ist das Informelle... und mit den Schichtungen sind wir eigentlich schon beim sechsten Kriterium von Klaus Uhligs Arbeiten. “
Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin Rheinisches Landesmuseum Bonn
Landtag NRW, Düsseldorf, 11.6.2013



"Der Künstler kombiniert in seiner Malerei eine rhythmische Gliederung von Bildthemen. Der Mensch steht immer wieder im Mittelpunkt seines Werkes, konkret motivisch wie bei Uhligs Aufrechtmenschen, oder ganz subtil, wie bei dem kleinen, fast unscheinbaren Bild 'Anderswo' (2014). Es ist der Mensch, um den Klaus R. Uhligs Malerei und Kosmos kreist und Visionen des Menschen, ja, des Menschlichen erlaubt."
Christina Irrgang, Universität Karlsruhe
Kunstraum Bad Godesberg, 24.5.2015